13.07
2010

Auf den Spuren des letzten Ritters von Laudegg

Abgeschickt von Dagmar am 13. Juli 2010 @ 11:26
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Die Genusswanderung am 11. Juli 2010 mit Frau Winkler führte die emsigen Chesa Monte**** Wanderer auf die Spuren des letzten  Ritters von Laudegg von Fiss nach Ladis.

Start zur Genusswanderung von Fiss nach Ladis mit Maria Winkler

Start zur Genusswanderung von Fiss nach Ladis mit Maria Winkler

Die Burg Laudegg – eine teilweise restaurierte Burgruine in Ladis, Tirol – liegt am Fuß der Samnaungruppe und thront auf einem senkrechten Schieferfelsen hoch über dem Oberinntal.

Der Wohnturm wurde um 1200 erbaut und 1239 erstmals urkundlich erwähnt. Die Burg war bis zum 16. Jahrhundert hin Verwaltungssitz des Oberen Gerichts und verfiel allmählich, als der Verwaltungssitz nach Ried im Oberinntal übersiedelte. Ab 1940 und 1960 begann die teilweise Restaurierung.

Die Burg befindet sich in Privatbesitz, kann jedoch in den Monaten Juli und August einmal wöchentlich besichtigt werden.

Zur Burg Laudegg gibt es eine Sage, die uns von einem tragischen Schicksal berichtet.

Burg Laudegg in Ladis

Burg Laudegg in Ladis

Der letzte Ritter von Laudegg

Eine stolze Burg steht am Felsenrand. Im Schloß ist Weinen und Klagen.
Den Schloßherrn sieht man in eiserner Wehr
den Berg hinunterjagen.
Er reitet hinaus in den schweren Kampf,
den Rittern ziemt es zu schützen
den Glauben, das Land und Weib und Kind.
Die Lanzen im Sonnenschein blitzen.
Nach dem dritten Kreuzzug kehrt
Ritter Albrecht heim
aus Kampf und Schlachtgetümmel,
nun jagt er schon den Berg hinan
auf seinem stolzen Schimmel.
Der Teich trennt ihn noch von der Burg,
den muß er rasch durchreiten,
nun gibt es bald ein Wiedersehn,
nun kommen schöne Zeiten.
Des Teiches Mitte ist erreicht.
Vom Schloß ein Tücherwinken.
Doch weh, o weh! Im tiefen Schlamm
Reiter und Roß versinken.
In lichten Vollmondnächten sieht
den Helm man heut‘ noch blitzen,
als wollt der Ritter Weib und Kind
im Tode noch beschützen.

Quelle: Burgen, Schlösser, Ruinen in Nord- und Osttirol, Beatrix u. Egon Pinzer, Innsbruck 1996