18.12
2010

Besinnlicher Adventabend

Abgeschickt von Carina am 18. Dezember 2010 @ 12:56
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„Alexandra & Hermann“ – bekannt unter dem Namen „Die Saiten-Stimmen“ haben uns und unseren Gästen mit Ihren Advent- und Weihnachtsliedern eine angenehme vorweihnachtliche Atmosphäre bereitet. Sie spielten auf dem Hackbrett, der Gitarre, dem Kontrabass und  Ihre Tochter Chiara auf der Harfe.

Die Saiten Stimmen im Chesa Monte****

Die Saiten Stimmen im Chesa Monte****

Adventabend in Fiss bei der Familie Winkler und Sieß

Ein besinnlicher Adventabend in Fiss bei der Familie Winkler und Sieß

Herrmann hat uns kurze Weihnachtsgeschichten und Gedichte vorgetragen.

Weihnachtszeit

Die Leute hasten, Packerl stapeln sich am Kasten.
Mütter kaufen, Väter zahlen, und man grübelt voller Qualen,
ob man heute in der Stadt wohl wirklich nichts vergessen hat:
Für Opa Badesalz aus Latschen. Für Oma die karierten Patschen.
Den Cognac für die Schwiegermutter. Für Lumpi teures Hundefutter.
Den Regenschirm für Onkel Otto. Fürs Kind das bunte Bilderlotto –
das sind halt jetzt die vielen Fragen, die einen Schenkenden so plagen.
Ein jeder hat von allem viel und überdies den besten Stil,
er hat zum Trinken und zum Essen, die Kleidung darf man nicht vergessen.
Die Wohnung, die ist auch komplett, vom Klo bis hin zum Ehebett.
Ob Whiskey, Gürtel, Seidentücher, ob dicke Bücher, dünne Bücher,
ob große Flaschen, kleine Flaschen, ob Feuerzuge Pfeifen, Taschen,
ob Bilder, Vasen, Lampen, Platte – mir fällt nichts ein, was man nicht hatte!
Jede Idee, die mich entzückt, wird alsbald rüde unterdrückt,
ich höre nur mehr voller Hohn: Das hat er schon das hat sie schon!
Ja, gibt’s denn wirklich keine Sachen, die einem heut’ noch Freude machen?
Mein Hirn ist ausgebrannt, erloschen. Doch plötzlich fällt bei mir der Groschen:
An einem fehlt es weit und breit, eins hat kein Mensch – kein Mensch hat Zeit!
Wir wollen einmal richtig denken: Die Zeit soll’s sein, die wir verschenken!
Man muß kein Millionär, kein Schah sein – man muß nur füreinander da sein!
Ich weiß zum Beispiel, was ich tu: Ich hör dir wirklich einmal zu…
Wir schenken Zeit – mal heut, mal morgen, und leih’n einander unsre Ohren.
„Zeit“ ist auch einfach zu verschenken, man braucht nicht lange nachzudenken.
man braucht dazu kein Weihnachtspackerl, Geschenkpapier, Spagat und Sackerl,
Lametta, Engelshaar und Kerzen – das Wichtigste: Es kommt von Herzen!
Ich will euch nun nicht lange quälen, euch eure Zeit nicht länger stehlen –
ich hoffe nur, ihr denkt daran und fangt bald mit dem Schenken an.

Helga Duffek-Kopper