19.12
2011

Herbergsuche im Chesa Monte

Abgeschickt von Carina am 19. Dezember 2011 @ 13:49
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Eine besondere Form der Feier des Advents ist die Herbergsuche. Es soll helfen, sich auf das Fest der Geburt Jesu Christi, auf Weihnachten, gut vorzubereiten.

In Fiss herrscht der Brauch, eine Marienstatue und eine Laterne von Haus zu Haus zu tragen. Dabei gehen Kinder der 2. Volksschule an jedem Tag zu einem anderen Haus und bitten um Aufnahme der Gottesmutter Maria mit dem Jesuskind. Begleitet wird sie von eine Kerze, die das kommende Licht Gottes symbolisiert.

Dabei handelt es sich um die sogenannte Herbergssuche, die die vergebliche Suche Marias und Josefs nach einer Unterkunft, in der Maria ihr Kind gebären hätte können, symbolisieren soll.
Für ihre Unterstützung erhalten die Kinder von den Gastgebern oft kleinere Geschenke
wie Mandarinen, Erdnüsse oder Süßigkeiten.

Die Statue verstärkt bei den Hausbewohnern das immer stärker werdende Gefühl der nahenden
Weihnachtszeit und somit der Geburt des Heilands.

Meistens wird die Marienstatue mit der Laterne unter das Kreuz im „Herrgottswinkel“ gestellt.
In vielen anderen Häusern findet es seinen Platz neben dem Adventkranz,  vor dem dann gebetet und gesungen wird.
Die Gottesmutter Maria und der kleine Säugling namens Jesus bleiben jedoch nur für einen Tag in der Familie. Schon am nächsten Abend holen die Kinder Maria und die Laterne wieder ab und machen einer anderen Familie ihre Aufwartung.